Wie sich Mensch und Hund vor 30.000 Jahren die Nahrung teilten

Bereits vor 30.000 Jahren siedelten Menschen an dem prähistorischen Fundplatz Předmostí I nahe Brno in der Tschechischen Republik. Sie gehörten zu der paneuropäischen Gravettien-Kultur. Die Siedler verfügten über so viele Mammutknochen, dass sie sogar ihre Behausungen daraus bauten und aus dem verfügbaren Elfenbein Skulpturen schnitzten. Wissenschaftler haben nun untersucht, wie …

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Freiwerdende ökologische Nischen in früheren Erdzeitaltern ermöglichte die Entfaltung der heutigen Fische

  Strahlenflosser stellen heute mit weltweit über 30.000 Arten die am weitesten verbreitete Fischgruppe dar. Doch die Erfolgsgeschichte dieser Knochenfische wurde erst durch ein massenhaftes Aussterben ihrer Konkurrenten, der Knorpelfische möglich. Denn die Knochenfische konnten sich, wie Wissenschaftler nun herausgefunden haben erst erfolgreich ausbreiten, nachdem es mehrfach zu einem massiven …

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Schwellenwert bestimmt Grad der Hirnfaltung bei Säugetieren

Der Neocortex ist der Teil des Gehirns, der uns Menschen das Sprechen und Denken ermöglicht. Seine Ausbildung im Laufe der Evolution ist bisher noch nicht eingehend erforscht. Wissenschaftler haben nun eine wichtige Entdeckung gemacht: Sie konnten einen bestimmten Wert der Hirnfaltung identifizieren, der Säugetiere in zwei Gruppen einteilt. Überschreitet eine …

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Wie sich die Falbkatze in die Hauskatze verwandelte

Wissenschaftler haben das komplette Genom der Hauskatze sequenziert und es mit dem Genom ihrer Urahnin, der Wildkatze verglichen. Dabei konnten sie einige Hinweise auf Gene finden, die für die Domestizierung eines der beliebtesten Haustiere verantwortlich sind. Durch weitere Sequenzvergleiche mit anderen Säugetieren konnten sie außerdem Gene ausmachen, die es der …

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Samonellen können ihre Wirtszellen bereits mithilfe eines Protonengradienten infizieren

Salmonellen gehören zu den häufigsten Erregern von bakteriellen Magen-Darm-Entzündungen. Um den Menschen zu infizieren, setzen die Bakterien auf eine ausgeklügelte Strategie: Sie nähern sich der Wirtszelle, docken an und injizieren dann Signalstoffe, die es ihnen erlauben, in die Zelle einzudringen. Wissenschaftler konnten nun zeigen, wodurch die Freisetzung dieser Signalstoffe bei …

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Wie sich die Evolution von Viren und Krebszellen berechnen lässt

Prognosen über die künftige Evolution von Organismen waren lange Zeit pure Spekulation. Wissenschaftler haben nun einen Algorithmus entwickelt, der die Entwicklung von sich asexuell vermehrenden Organismen wie Viren oder Krebszellen berechnen kann. Die Forscher testeten das Programm erstmals an der historischen Entwicklung des Grippevirus A/H3N2: Rückblickend konnte der entwickelte Algorithmus …

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Warum die Schildkröte ihre Rippen in den Panzer umwandeln konnte

Schildkröten verfügen über einen ungewöhnlichen Atemmechanismus. Denn sie können ihre Rippen nicht für die Atmung nutzen, da sie diese zum Brustpanzer umgewandelt haben. Daher müssen sie ihre Lungen mithilfe besonderer Muskeln mit Luft versorgen. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, wie sich die Atmung dieser Reptilien im Laufe der Evolution entwickelt hat.

Wie sich vielzellige Organismen aus Einzellern entwickelt haben könnten

Alle vielzelligen Lebewesen stammen von Einzellern ab. Eine Entwicklung vom Einzeller zu einem vielzelligen Organismus ist nur möglich, wenn die ursprünglich einzeln lebenden Zellen ihre Unabhängigkeit aufgeben und zusammenarbeiten. Dabei galten bisher sogenannte Betrügerzellen als großes Hindernis für die Entwicklung  vielzelliger Organismen, da diese Zellen die Kooperation der anderen zu …

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Warum Urbakterien Gene klauen

Urbakterien, so genannte Archaeen, haben sich maßgeblich durch „Gendiebstahl“ entwickelt. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam, das die evolutionäre Entwicklung dieser Organismen untersucht hat. Demnach spielt bei der Evolution der Archebakterien der sogenannte horizontale Gentransfer eine mindestens ebenso wichtige Rolle wie die „klassisch-darwinistische“ Evolution über punktuelle Mutationen.

Was ein authentisches Lächeln bewirken kann

„Mit einem Lächeln gewinnt man mehr Freunde als mit einem langen Gesicht“ – dieses chinesische Sprichwort haben Wissenschaftler nun mit einer Studie belegt. Die Forscher haben untersucht, ob Probanden mit ihrem Lächeln Vertrauen erwecken und davon profitieren können. Die Ergebnisse zeigen, dass ein als authentisch empfundenes Lächeln einen Menschen vertrauenswürdig …

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Erbgut des bisher ältesten modernen Menschen entschlüsselt

Ein Forscherteam hat das Gesamtgenom eines 45.000 Jahre Gesamtgenomalten modernen Menschen aus Westsibirien entziffert und mit dem Erbgut von später in Europa und Asien lebenden Menschen verglichen. Dabei zeigte sich, dass dieser Mann zu einer Zeit lebte, als die Vorfahren heute lebender Europäer und Asiaten gerade begannen, sich getrennt voneinander …

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Bereits vor 43.000 Jahren lebten moderne Menschen in Zentraleuropa

Wissenschaftler haben in Österreich Steinwerkzeuge moderner Menschen entdeckt, die 43.500 Jahre alt sind. Sie gehören zur Kultur der Aurignacien, die mit der Verbreitung des modernen Menschen (Homo sapiens) in Verbindung gebracht wird. Die neu entdeckten Fundstücke sind damit älter, als andere bisher bekannte Fundstücke dieser Kultur. Untersuchungen des Bodens ergaben, …

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Kommunikation der Tiere ist der menschlichen Sprache ähnlicher als gedacht

Seit einiger Zeit häufen sich die Hinweise auf die Komplexität tierischer Kommunikation. Nun haben Forscher die Rufe so verschiedener Tiere, wie Meisen, Fledermäuse, Finken, Orang-Utans, Schwertwale, Grindwale und Klippschliefer untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass die Laute der Tiere eine sprachähnlichere Struktur aufweisen, als bisher angenommen. Damit könnten tierische Sprachen …

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Am Gaspedal des Stoffwechsels

Forscher der Unis Bayreuth und Bonn entschlüsseln Mechanismus der Schilddrüsenhormonregulation. Gesundheit und Wohlbefinden hängen entscheidend davon ab, dass der Haushalt der Schilddrüsenhormone nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Forschungsgruppen an den Universitäten Bayreuth und Bonn haben nun in Kooperation mit der Charité-Universitätsmedizin Berlin die Struktur und den Mechanismus eines wichtigen Enzyms …

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Protein-Evolution folgt dem Baukasten-Prinzip

Ähnlichkeiten zwischen Proteinen beweisen, dass ihre große Vielfalt aus kleineren Bausteinen entstanden ist. Proteine verleihen der Zelle Form und Stabilität, halten den Stoffwechsel am Laufen und übertragen Signale. Damit sie diese mannigfaltigen Aufgaben ausüben können, besitzen sie komplexe dreidimensionale Formen. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben nun herausgefunden, …

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Blühende Partnerschaft mit einer Wurzel

Die Symbiose, bei der Knöllchenbakterien atmosphärischen Stickstoff für Pflanzen verfügbar machen, hat wahrscheinlich genau einen evolutionären Ursprung. Die Symbiose zwischen einigen Pflanzenarten und stickstofffixierenden Knöllchenbakterien ist eine der wichtigsten Kooperationen der Welt. Sie prägt die globale Vegetation und nicht zuletzt den globalen Kreislauf von Stickstoff und Kohlenstoff. Der Grundstein dafür …

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Artensterben als Kettenreaktion

Ein neues mathematisches Modell erklärt, unter welchen Bedingungen es zu massenhaftem Artensterben kommen kann. Im Laufe der Evolution sind in den letzten 500 Millionen Jahren immer wieder Tier- und Pflanzenarten in großer Zahl ausgestorben. Kann bereits das Aussterben weniger oder einzelner Arten zu Kettenreaktionen mit solchen verheerenden Folgen führen? Da …

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