Auch Trauma-Überwindung wird vererbt

Forschende der Universität Zürich und der ETH Zürich konnten zeigen, dass eine anregende Umgebung traumabedingte Symptome bei Mäusen rückgängig machen kann. Damit konnten die Wissenschaftler erstmals nachweisen, dass positive Umweltfaktoren Verhaltensänderungen korrigieren können, die sonst an die Nachkommen vererbt würden. Traumatische Erlebnisse in der Kindheit erhöhen das Risiko, später im …

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Wie unser Gehirn eine stabile Wahrnehmung gewährleistet

Unser erwachsenes Gehirn hat gelernt, aus den Informationen der Sinnesorgane ein Bild der Umwelt zu berechnen. Verändern sich die Eingangssignale, so kann es sich an diese anpassen. Sobald die Störung jedoch wieder behoben ist, kehrt es im Idealfall zu seinem ursprünglichen Aktivitätsmuster zurück. Forscher konnten nun bei Mäusen zeigen, dass …

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Wie unser Gehirn verschiedene Sinneswahrnehmungen integriert

Hat gerade der Schiedsrichter gepfiffen oder war es doch nur ein Störgeräusch aus dem Publikum? Diese wichtige Frage kann die Handballspielerin links im Bild am besten beantworten, wenn sie den Schiedsrichter nicht nur hört, sondern auch sieht. Doch wie ermittelt unser Gehirn aus den zahlreichen visuellen und akustischen Eindrücken, die …

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Hungriges Gehirn kann bei fetter Kost Diabetes auslösen

Bereits eine dreitägige fettreiche Ernährung führt bei Mäusen zu einer mangelnden Zuckerversorgung des Gehirns, wie Stoffwechselforscher nun herausgefunden haben. Nach vier Wochen hat das Mäusegehirn seinen Zuckerspiegel wieder hergestellt, allerdings auf Kosten des restlichen Körpers. Ernähren wir uns auf Dauer fettreich kommt unsere Körper aus dem Gleichgewicht. Übergewicht und Diabetes …

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Wie sich unser Sprachverständnis entwickelt

Unsere Sprachwahrnehmung beginnt bereits im Mutterleib.  Noch vor ihrer Geburt können Babys dort einzelne Laute verstehen. Nach der Geburt durchläuft unser Sprache unterschiedliche Entwicklungsstadien: Während sich ein Verständnis einfacher Sätze mit rasanter Geschwindigkeit bereits in den ersten drei Lebensjahren ausbildet, erfassen wir den Inhalt komplexer Satzkonstruktionen erst nach Ausreifen unseren …

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Wie Hunger das Verhalten beeinflusst

Wer hungrig einkaufen geht, packt oft mehr in seinen Einkaufswagen, als ursprünglich geplant. Offenbar reagieren wir sensibler auf Nahrungsangebote, wenn wir Hunger haben. Forscher haben nun am Zebrafisch herausgefunden, dass dem tatsächlich so ist. Demnach werden bei Hunger über zwei molekulare Regelmechanismen zusätzliche Nervenzellen aktiviert. Denn potenzielle Beuteobjekte stimulieren bei …

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Wirkstoff aus alter Heilpflanze beschleunigt Nervenregeneration

Forscher haben einen Inhaltsstoff der Heilpflanze Mutterkraut identifiziert, mit dem das Nachwachsen geschädigter Nervenfasern bei Mäusen erheblich beschleunigt und verbessert wird. Die neuen Erkenntnisse könnten dazu beitragen, geschädigte periphere Nerven vor allem in Beinen und Armen wirkungsvoller zu behandeln. Fast acht Prozent der über 55-Jährigen in den Industrieländern sind von …

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Wie das Gehirn lernt Vorboten von Gefahr zu erkennen

Blätterrascheln, das Knacken eines Astes oder ein besonderer Geruch – für eine Maus sind dies zunächst harmlose Sinneseindrücke. Nicht jedoch, wenn kurz darauf eine Katze aus dem Gebüsch springt – dann waren es Hinweise auf eine lebensbedrohliche Gefahr. Doch wie gelingt es dem Gehirn die wesentlichen Sinneswahrnehmungen zu identifizieren und …

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Reizdarm erweist sich als erstaunlich unsensibel

Die Nerven der Darmwand von Reizdarmpatienten reagieren nur schwach auf Entzündungssignale, wie Forscher nun an Biopsien nachweisen konnten. Dies widerlegt die bisherige Annahme Reizdarmpatienten hätten einen besonders sensiblen Darm. Vom Reizdarmsyndrom sind rund zehn bis 15 Prozent der Menschen in den Industrieländern betroffen. Die Patienten klagen über Bauchweh, Blähungen oder …

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Wie Proteinaggregate Nervenzellen zum Absterben bringen

In Hirnzellen von Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen können Mediziner und Forscher unter dem Mikroskop Proteinverklumpungen sehen, die auch Aggregate genannt werden. Sie sind möglicherweise die Ursache für das Absterben der Nervenzellen und könnten so massiv zu Krankheiten wie der Parkinson-, der Alzheimer-, der Huntington-Krankheit oder der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) beitragen. …

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Was Sprache und Musik gemeinsam haben

Wenn wir ein Buch lesen und gleichzeitig dabei Musik hören, kann unser Gehirn die beiden Aufgaben nicht richtig voneinander trennen. Vielmehr ist das Broca-Areal damit beschäftigt beides gleichzeitig zu verarbeiten, wie eine neue Studie nun belegt. Seit langem gilt diese Hirnregion als ein wesentlicher Teil des Sprachzentrums. Die Tatsache, dass …

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Antikörper-Therapie gegen ß-Amyloid könnte Alzheimer noch verstärken

Verklumpte Proteine im Gehirn, so genannte ß-Amyloid-Plaques, gelten als wichtiges Krankheitsmerkmal von Alzheimer. Eine Therapieoption nutzt spezielle Antikörper, um diese Plaques abzubauen. Im Tiermodell führte dieser Ansatz zu guten Ergebnissen, in Patientenstudien scheiterte er dagegen aus bisher ungeklärten Gründen. Wissenschaftler haben nun eine mögliche Erklärung hierfür gefunden: Sie stellten fest, …

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Wie wir den Tonfall unseres Gegenübers erkennen

Erstmals haben Forscher entschlüsselt, wie wir subtile Veränderungen im Tonfall eines Sprechers wahrnehmen. Demnach erfassen wir die Stimmungslage unseres Gegenübers durch ein komplexes Netzwerk in der rechten Hirnhälfte. Wobei unser Bewegungssystems an dieser Wahrnehmung beteiligt ist. Die genaue Kenntnis dieses sogenannten Prosodie-Netzwerkes hilft beim Verständnis zwischenmenschlicher Kommunikation und ihrer Störungen. …

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Alzheimer Plaques stören möglicherweise die Gedächtnisbildung im Schlaf

Alzheimerpatienten leiden meist unter Schlafstörungen, oft sogar noch bevor sie vergesslich werden. Doch erst im Schlaf können neu hinzugekommene Erlebnisse und Erlerntes in das Langzeitgedächtnis überführt werden. Forscher haben nun untersucht, wie sich die krankhaften Veränderungen im Gehirn auf die Vorgänge der Informationsspeicherung im Schlaf auswirken. Mit Hilfe eines Mausmodells …

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Tinnitus und chronische Schmerzen: Fehler im gleichen Regulator-System

Tinnitus und chronische Schmerzen plagen Millionen von Menschen mit sehr realen Phantom-Empfindungen. Seit mehr als dreißig Jahren weiß man, dass sich beide Erkrankungen ähneln. Aufgrund einer verbesserten Hirnbildgebung und den damit verbundenen Untersuchungsmethoden gelang es Forschern nun die strukturellen und funktionellen Grundlagen dieser Krankheiten genauer zu untersuchen. Offenbar gibt es …

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Gleichgewichtsorgan: Sensitivität passt sich während Bewegung an

Wenn wir joggen bewegen sich sowohl unser Kopf und als auch unser Körper stark hin und her, trotzdem wird uns dabei nicht schwindelig, wie etwa bei einer Achterbahnfahrt. Das verdanken wir unserem Gleichgewichtsorgan. Es sorgt dafür, dass sich unsere Kopf- und Augenbewegungen während des Laufens unbewusst an die Bewegung unseres …

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Alzheimer-Therapie könnte gravierende Nebenwirkungen haben

Bei Alzheimer-Kranken sammeln sich giftige Eiweißklumpen im Gehirn an, die die Nervenzellen schädigen. Als Auslöser für diesen Prozess gelten kleine Eiweißfragmente, die sogenannten Beta-Amyloid-Peptide, die von Enzymen aus einem Vorläufer-Protein herausgeschnitten werden. Nun haben Wissenschaftler einen weiteren wichtigen Stoffwechselweg entdeckt, der mit dem bisher bekannten in Konkurrenz steht. Bei diesem …

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Wie das Fliegengehirn Entscheidungen trifft

Eine frisch aufgebrühte Tasse Kaffee duftet für die meisten von uns herrlich. Einzelne Komponenten dieses Dufts können jedoch allein oder in einer anderen Kombination sehr abstoßend wirken. Das Gehirn setzt die einzelnen Komponenten eines Dufts somit in Relation und beurteilt sie dann. Erst so ist eine fundierte Entscheidung, ob ein …

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