Wie ein Falter sein Immunsystem mit Physalis stärkt

Die Motte Heliothis subflexa ernährt sich ausschließlich von den für die meisten Insekten schädlichen Physalis-Früchten. Dabei zweckentfremdet der Falter gerade die Inhaltsstoffe, die eigentlich der Insektenabwehr dienen sollen, zum eigenen Vorteil. Eigentlich schwächen die sogenannte Withanolide in Physalis das Immunsystem von Insekten und sind damit wirkungsvolle Abwehrsubstanzen gegen Fraßfeinde. Doch die …

Mehr

Bei der Entwicklung von Parasiten fährt die Evolution Achterbahn

Die Evolution von Parasiten gleicht eher einer Achterbahnfahrt, als einer allmählichen Entwicklung, wie Forscher nun an parasitären Sommerwurzgewächsen herausgefunden haben. Sommerwurzgewächse (Orbanchaceae) sind ideale Versuchsobjekte, um herauszufinden, wie sich Parasitismus entwickelt. Denn bei ihnen gibt es sowohl autark lebende Vertreter, als auch solche, die andere Pflanzen mit Hilfe ihrer Saugorgane, …

Mehr

Erste Bauern Europas wanderten von der Ägäis und dem Marmarameer ein

Lange war unklar, wie sich die Bauernkultur in Europa ausbreitete. Begannen die europäischen Jäger-und-Sammler-Gesellschaften sich durch vorwiegend kulturelle Kontakte nach und nach auf den Ackerbau umzustellen? Oder wanderten Bauern und Viehzüchter aus Südosteuropa ein und verbreiteten ihre neue Kultur auf diese Weise? Forscher haben dieses Rätsel nun gelöst, indem sie …

Mehr

Der Siegeszug der Kopffüßer

Während sich die Populationen vieler Fischarten im Sinkflug befinden nimmt die Zahl der Kopffüßer, wie Kalmare, Kraken und Tintenfische seit 60 Jahren stetig zu. Das berichten Forscher, nachdem sie weltweite Fangzahlen der Weichtiere analysiert haben, wie die Univeristät von Adelaide in Australien berichtet. Ein Forscherteam unter der Leitung von Zoë …

Mehr

Wandernde Kontinente schufen artenreiche Korallenriffe

Ein internationales Forscherteam untersuchte die geografischen Muster der Evolution von Korallen und Riff-Fischen. Dabei zeigte sich: Die heutige geografische Verteilung von tropischen Meerestierarten ist eine Folge von 100 Millionen Jahren Erdgeschichte und den Kontinentalverschiebungen, welche die tropischen Lebensräume veränderten. Nirgends ist heute die Artenvielfalt an Korallen und riffbewohnenden Fischen grösser …

Mehr

Auch schlafende „Drachen“ träumen

Schlaf ist im Tierreich weit verbreitet: Von Insekten über Würmern bis hin zu Säugetieren und Menschen nehmen alle Tiere regelmäßig eine Auszeit. Doch Schlaf ist nicht gleich Schlaf. Bei Säugetieren und dem Menschen ist er von einer veränderten Gehirnaktivität und unterschiedlichen Schlafphasen wie dem sogenannten Delta- und REM-Schlaf begleitet. Die …

Mehr

Parasiten des Menschen stammen ursprünglich von Vögeln

Einige Fadenwürmer, die heute Menschen befallen parasitierten früher in Vögeln. Das verraten „DNA-Fossilien“ in Vogelgenomen. Einem internationalen Forscherteam zufolge lebten die Vorfahren dieser Fadenwürmer vor etwa 25 bis 17 Millionen Jahren in Vögeln, die im tropischen Afrika, Asien und Amerika beheimatet sind. In seltenen Fällen springen DNA-Fragmente, so genannte Transposons, …

Mehr

Mit einer veränderten Quakfrequenz zur Artentrennung

Zwei eng verwandte Laubfrosch-Arten, die in den Savannen Boliviens und Brasiliens leben entwickeln unterschiedliche Frequenzen bei ihren Rufen, wenn sie gemeinsam in der gleichen Region leben. Diese sogenannte Merkmalsverschiebung ist ein evolutionsbiologisches Phänomen, das dazu dient konkurrierenden Arten bei der Fortpflanzung auszuweichen. Die beiden Laubfrösche Scinax madeirae und Scinax fuscomarginatus …

Mehr

Staatenbildende Insekten: Genetischer Superschalter bestimmt Geschlecht und Status

Ameisen verfügen über einen genetischen Superschalter, der sowohl ihr Geschlecht als auch ihren späteren Status innerhalb ihres Staates bestimmt, wie Forscher nun herausgefunden haben. Andere soziale Insekten könnten einen vergleichbaren Schalter besitzen. Bei sozialen Insekten wie Ameisen, Bienen oder Wespen entstehen Arbeiterinnen und Königinnen aus dem gleichen Genotyp. Alle Mitglieder …

Mehr

Auf dem Speiseplan der Neandertaler stand auch pflanzliche Kost

Forscher haben die Essgewohnheiten der Neandertalern unter die Lupe genommen. Wie die Isotopenzusammensetzungen im Kollagen der Urmenschenknochen verrät, bevorzugten die Neandertaler vor allem große Pflanzenfresser, wie Mammute und Nashörner. Doch es stand auch pflanzliche Kost auf ihrem Speiseplan. Die sogenannte Paleo-Diät ist einer der neuen Trends ernährungsbewusster Menschen. Dabei wissen …

Mehr

Plastik-abbauendes Bakterium entdeckt

Auf dem Gelände einer Recyclingfirma haben Forscher ein Bakterium entdeckt, das sich von Plastik ernährt. Zu diesem Zweck hat Ideonella sakaiensis zwei neue Enzyme entwickelt, mit deren Hilfe es PET in zwei Schritten in umweltverträgliche Abbauprodukte zerlegt. Diese nutzt es als Energie- und Kohlenstoffquelle. Für den Abbau einer dünnen PET-Folie …

Mehr

Wie Gene völlig neu entstehen

Kopieren ist einfacher als etwas völlig neues zu entwickeln. Lange Zeit dachte man, dieses Prinzip gelte auch für die Evolution von Genen. Demnach hat die Evolution bereits existierende Gene zunächst vervielfacht und die Kopien dann an neue Aufgaben angepasst. Doch wie sind dann die ersten Gene entstanden? Und können auch …

Mehr

Funktionslose DNA-Abschnitte dienen der Evolution als Spielwiese

Nicht jeder Abschnitt unseres Genoms kodiert für ein Gen. Manche DNA-Bereiche werden zwar abgelesen und in RNA übersetzt, können jedoch nicht in ein funktionierendes Protein umgewandelt werden. Durch einen Vergleich des Genoms der Hausmaus Mus musculus mit dem ihrer Verwandten haben Forscher nun entdeckt, dass aus diesen zunächst funktionslosen DNA-Abschnitten …

Mehr

Krankenhauskeim: Mit dem Baukastenprinzip zu einer schnellen Anpassung

Bakterien müssen sich ständig an wechselnde Umweltbedingungen anpassen, um zu überleben. Diese Herausforderung meistern sie, indem sie koordiniert bestimmte Gene aktivieren, die sie unter den jeweiligen Lebensbedingungen benötigen. Forscher haben nun gezeigt, dass sich Bakterien schneller und nachhaltiger an veränderte Umweltbedingungen anpassen können, wenn sie über die Fähigkeit verfügen, ganze …

Mehr