Wie unsere Zellen „springende Gene“ bändigen

Springende Gene sind ein zweischneidiges Schwert: Die sich selbst kopierenden und an anderer Stelle wieder ins Erbgut einfügenden DNA-Abschnitte können einerseits Krankheiten wie Hämophilie oder Brustkrebs auslösen. Anderseits begünstigen die auch Transposons genannten Sequenzen die Entstehung neuer Gene und erhöhen so die genetische Vielfalt die Anpassungsfähigkeit an Umweltveränderungen. Forscher haben …

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Entzündung weckt Schläfer

Ausgerechnet die Entzündungsreaktion, welche Darmerkrankungserreger abwehren soll, macht diese noch schlimmer. Der Grund dafür sind spezielle Viren, welche ihr Erbgut in Salmonellen integrieren wodurch die Erreger weiter erstarken. Bakteriophagen (Kurzform: Phagen) sind Viren, welche Bakterien befallen. Die «Guten», die sogenannten lytischen Phagen, töten für den Menschen schädliche Bakterien ab und …

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Kehlkopf von Affen doch zum Sprechen geeignet

Bisher gingen man davon aus, dass Affen nicht sprechen können, weil ihnen dafür die anatomischen Voraussetzungen an Kehlkopf, Zunge und Lippen fehlen. Doch nun haben Forscher bei einer eingehenden Untersuchung der stimmbildenden Organe dreier Javaneraffen herausgefunden, dass diese sehr viel flexibler sind, als bisher angenommen. Dass Affen nicht sprechen können, liegt …

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Wie uns eine kleine Mutation zu einem großen Gehirn verhalf

Einer der vielen Unterschiede zwischen uns Menschen und unseren nächsten Verwandten den Menschenaffen besteht in dem Gen ARHGAP11B. Es kommt nur bei uns Menschen vor und ist vermutlich dafür verantwortlich, dass wir ein deutlich größeres Gehirn haben, als Schimpanse, Orang-Utan und Gorilla. Bei einer genaueren Untersuchung dieses Gens haben Forscher …

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Schecken: Vom königlichen Reittier zum Pestboten

Welche Fellfarben wir Menschen bei unseren Pferden bevorzugen hängt vom Zeitgeist und der Kultur ab. So erfreuten sich etwa gefleckte und helle Pferde vom Beginn der Domestikation bis zur Römerzeit großer Beliebtheit, während Im Mittelalter einfarbige, nichtgescheckte Pferde dominierten. Zu dieser Erkenntnis kommt ein internationales Forschungsteam durch die Analyse von …

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Wie der Hund seine Ernährung an den Menschen anpasste

Des Menschen bester Freund begleitet uns vermutlich schon seit rund 30.000 Jahren. Die Jäger und Sammler, denen er sich ursprünglich anschloss versorgten ihn mit dem, was er zum Überleben brauchte: Fleischreste von der gemeinsamen Jagd. Doch mit der neolithischen Revolution änderten unsere Vorfahren ihren Lebensstil: Sie wurden sesshaft und betrieben …

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Wie ein Falter sein Immunsystem mit Physalis stärkt

Die Motte Heliothis subflexa ernährt sich ausschließlich von den für die meisten Insekten schädlichen Physalis-Früchten. Dabei zweckentfremdet der Falter gerade die Inhaltsstoffe, die eigentlich der Insektenabwehr dienen sollen, zum eigenen Vorteil. Eigentlich schwächen die sogenannte Withanolide in Physalis das Immunsystem von Insekten und sind damit wirkungsvolle Abwehrsubstanzen gegen Fraßfeinde. Doch die …

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Bei der Entwicklung von Parasiten fährt die Evolution Achterbahn

Die Evolution von Parasiten gleicht eher einer Achterbahnfahrt, als einer allmählichen Entwicklung, wie Forscher nun an parasitären Sommerwurzgewächsen herausgefunden haben. Sommerwurzgewächse (Orbanchaceae) sind ideale Versuchsobjekte, um herauszufinden, wie sich Parasitismus entwickelt. Denn bei ihnen gibt es sowohl autark lebende Vertreter, als auch solche, die andere Pflanzen mit Hilfe ihrer Saugorgane, …

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Erste Bauern Europas wanderten von der Ägäis und dem Marmarameer ein

Lange war unklar, wie sich die Bauernkultur in Europa ausbreitete. Begannen die europäischen Jäger-und-Sammler-Gesellschaften sich durch vorwiegend kulturelle Kontakte nach und nach auf den Ackerbau umzustellen? Oder wanderten Bauern und Viehzüchter aus Südosteuropa ein und verbreiteten ihre neue Kultur auf diese Weise? Forscher haben dieses Rätsel nun gelöst, indem sie …

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Der Siegeszug der Kopffüßer

Während sich die Populationen vieler Fischarten im Sinkflug befinden nimmt die Zahl der Kopffüßer, wie Kalmare, Kraken und Tintenfische seit 60 Jahren stetig zu. Das berichten Forscher, nachdem sie weltweite Fangzahlen der Weichtiere analysiert haben, wie die Univeristät von Adelaide in Australien berichtet. Ein Forscherteam unter der Leitung von Zoë …

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Wandernde Kontinente schufen artenreiche Korallenriffe

Ein internationales Forscherteam untersuchte die geografischen Muster der Evolution von Korallen und Riff-Fischen. Dabei zeigte sich: Die heutige geografische Verteilung von tropischen Meerestierarten ist eine Folge von 100 Millionen Jahren Erdgeschichte und den Kontinentalverschiebungen, welche die tropischen Lebensräume veränderten. Nirgends ist heute die Artenvielfalt an Korallen und riffbewohnenden Fischen grösser …

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Auch schlafende „Drachen“ träumen

Schlaf ist im Tierreich weit verbreitet: Von Insekten über Würmern bis hin zu Säugetieren und Menschen nehmen alle Tiere regelmäßig eine Auszeit. Doch Schlaf ist nicht gleich Schlaf. Bei Säugetieren und dem Menschen ist er von einer veränderten Gehirnaktivität und unterschiedlichen Schlafphasen wie dem sogenannten Delta- und REM-Schlaf begleitet. Die …

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Parasiten des Menschen stammen ursprünglich von Vögeln

Einige Fadenwürmer, die heute Menschen befallen parasitierten früher in Vögeln. Das verraten „DNA-Fossilien“ in Vogelgenomen. Einem internationalen Forscherteam zufolge lebten die Vorfahren dieser Fadenwürmer vor etwa 25 bis 17 Millionen Jahren in Vögeln, die im tropischen Afrika, Asien und Amerika beheimatet sind. In seltenen Fällen springen DNA-Fragmente, so genannte Transposons, …

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Mit einer veränderten Quakfrequenz zur Artentrennung

Zwei eng verwandte Laubfrosch-Arten, die in den Savannen Boliviens und Brasiliens leben entwickeln unterschiedliche Frequenzen bei ihren Rufen, wenn sie gemeinsam in der gleichen Region leben. Diese sogenannte Merkmalsverschiebung ist ein evolutionsbiologisches Phänomen, das dazu dient konkurrierenden Arten bei der Fortpflanzung auszuweichen. Die beiden Laubfrösche Scinax madeirae und Scinax fuscomarginatus …

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Staatenbildende Insekten: Genetischer Superschalter bestimmt Geschlecht und Status

Ameisen verfügen über einen genetischen Superschalter, der sowohl ihr Geschlecht als auch ihren späteren Status innerhalb ihres Staates bestimmt, wie Forscher nun herausgefunden haben. Andere soziale Insekten könnten einen vergleichbaren Schalter besitzen. Bei sozialen Insekten wie Ameisen, Bienen oder Wespen entstehen Arbeiterinnen und Königinnen aus dem gleichen Genotyp. Alle Mitglieder …

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