Warum sich Fledermausweibchen von Windrädern angezogen fühlen

Vor allem weibliche Fledermäuse scheinen im Frühsommer regelrecht von Windkraftanlagen angezogen zu werden. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam, nachdem es den nächtlichen Flug des einheimischen Großen Abendseglers via GPS-Tracking beobachtet hat. Anlass der Studie ist der Konflikt zwischen einer nachhaltigen Energiegewinnung mittels Windkraft und dem Schutz gefährdeter Fledermäuse. Seit …

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Ein höchst unregelmässiges Puzzle

Ein komplexes Wechselspiel zwischen dem Erdmantel und der Lithosphäre sorgt dafür, dass die Oberfläche der Erde aus verschieden großen Platten aufgebaut ist. Das numerische Modell einer Forschergruppe mit ETH-Beteiligung zeigt: Hätte die Lithosphäre eine andere Festigkeit, würde die Erde ganz anders aussehen. Die Lithosphäre, die äußerste Schicht der Erde, gleicht …

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Galgenfrist für den Golfstrom

Der Salzgehalt in den Gewässern um Grönland spielt eine wichtige Rolle für den Antrieb des Golfstroms im Nordatlantik. Deshalb befürchtet man, dass Süßwasser aus dem schmelzenden grönländischen Inlandeis das Strömungssystem beeinflussen und abschwächen könnte. Neue Modellrechnungen eines internationalen Forscherteams gaben jetzt eine vorläufige Entwarnung: Denn laut ihren Berechnungen werden große …

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Erwärmung des Mittelmeers lässt Sahel ergrünen

Der Klimawandel kann auch zwiespältige Folgen haben: So führt die Erwärmung im Mittelmeerraum, die den dortigen Ländern seit etwa 20 Jahren größere Hitze und Trockenheit bringt, in der Sahelzone offenbar zu mehr Niederschlag. Denn wie Forscher durch Computersimulation herausgefunden haben, sind höhere Temperaturen des Mittelmeers die Hauptursache dafür, dass zu …

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Artenvielfalt auf dem Waldboden sorgt für effektiven Laubabbau

Wälder bilden vielfältige Lebensgemeinschaften mit geschlossenen Stoffkreisläufen. So müssen etwa die im Herbst herabgefallenen Blätter durch das Zusammenwirken vieler Kleinlebewesen zersetzt werden, damit die in ihnen gebundenen Nährstoffe dem Ökosystem wieder zugeführt werden können. Diese Lebewesen bilden komplexe Nahrungsnetze, ohne die das Ökosystem Wald nicht funktionieren kann. Wie Forscher nun …

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Staudämme statt Gletscher?

Die Alpen und ihre Gletscher sind das Wasserschloss Europas. Schwindet das «ewige» Eis, könnte das Wasser in den Sommermonaten knapp werden. Warum nicht die abnehmende Speicherwirkung der Gletscher mit neuen Stauseen kompensieren? Unsere Alpengletscher sind wichtige Wasserspeicher. Sie helfen, den Abfluss in den Strömen Europas auszugleichen. Seit 1980 gaben die …

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MSC-Siegel für Produkte aus überfischten Beständen

Viele europäische Fischbestände leiden an Überfischung oder sind davon bedroht. Das blaue MSC-Siegel auf Fischprodukten soll dem Verbraucher garantieren, dass der Fisch aus geprüfter umwelt- und bestandsschonender Fischerei stammt. Forscher haben nun die Zuverlässigkeit des MSC-Siegels an nordeuropäischen Fischbeständen unter die Lupe genommen. Mit ernüchterndem Ergebnis: Fanden sie doch mehr …

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Der Siegeszug der Kopffüßer

Während sich die Populationen vieler Fischarten im Sinkflug befinden nimmt die Zahl der Kopffüßer, wie Kalmare, Kraken und Tintenfische seit 60 Jahren stetig zu. Das berichten Forscher, nachdem sie weltweite Fangzahlen der Weichtiere analysiert haben, wie die Univeristät von Adelaide in Australien berichtet. Ein Forscherteam unter der Leitung von Zoë …

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Schutz für Saatgut wie beim Pfirsich

ETH-Chemiker entwickeln eine neue Beiz-Methode, um Saatgut vor gefräßigen Insekten zu schützen. Dazu kopierten sie das Abwehrsystem von Pfirsich und Co. Den Kern nicht essen, der ist giftig: Das sagen Eltern ihren Kindern, ehe diese ihren ersten Pfirsich essen. Tatsächlich enthalten Pfirsichkerne, die sich in der nussartigen Schale verstecken, Amygdalin, …

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Wie stark sind Erdbeeren mit Rückständen und Keimen belastet?

Erdbeeren sind eine der beliebtesten Obstsorten Deutschlands. Deshalb werden sie regelmäßig von der amtlichen Lebensmittelüberwachung der Bundesländer auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln unterprüft. In den letzten Jahren wurden jährlich rund 900 Proben genauer unter die Lupe genommen. Mit dem Ergebnis: Zu hohe Rückstände wurden nur selten gefunden. Im Schnitt enthielten nur …

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Wandernde Kontinente schufen artenreiche Korallenriffe

Ein internationales Forscherteam untersuchte die geografischen Muster der Evolution von Korallen und Riff-Fischen. Dabei zeigte sich: Die heutige geografische Verteilung von tropischen Meerestierarten ist eine Folge von 100 Millionen Jahren Erdgeschichte und den Kontinentalverschiebungen, welche die tropischen Lebensräume veränderten. Nirgends ist heute die Artenvielfalt an Korallen und riffbewohnenden Fischen grösser …

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Dem Orient droht ein Klima-Exodus

Die Zahl der Klimaflüchtlinge könnte in Zukunft dramatisch ansteigen. Den Berechnungen von Forschern zufolge, könnte es im Nahen Osten und in Nordafrika so heiß werden, dass dort viele Gegenden für Menschen unbewohnbar werden. Das wäre selbst dann noch der Fall, wenn das Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius …

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Wie Bakterien die Bildung von Eiskristallen fördern

Der Gefrierpunkt von Wasser ist alles andere als eine eindeutige Sache. Kleine Tröpfchen aus reinstem Wasser etwa erstarren erst bei minus 37 Grad Celsius zu Eis. Damit sich bereits bei knapp unter Null Grad Celsius Eiskristalle bilden, sind Kristallisationskeime wie etwa Bakterien nötig, auf deren Oberfläche sich eisbildende Proteine befinden. …

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Der Arktis droht ein Meereseisverlust wie im Negativrekordjahr 2012

Meereisphysiker erwarten für den Sommer 2016 ähnlich wenig Meereseis im Arktischen Ozean, wie im Negativrekordjahr 2012. Das vermuten die Forscher, nachdem sie aktuelle Satellitendaten zur Dicke der Eisdecke ausgewerten. Demnach war das arktische Meereseis bereits im Sommer 2015 ausgesprochen dünn. Zudem hat sich im letzten Winter besonders wenig neues Eis …

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Parasiten des Menschen stammen ursprünglich von Vögeln

Einige Fadenwürmer, die heute Menschen befallen parasitierten früher in Vögeln. Das verraten „DNA-Fossilien“ in Vogelgenomen. Einem internationalen Forscherteam zufolge lebten die Vorfahren dieser Fadenwürmer vor etwa 25 bis 17 Millionen Jahren in Vögeln, die im tropischen Afrika, Asien und Amerika beheimatet sind. In seltenen Fällen springen DNA-Fragmente, so genannte Transposons, …

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Mit einer veränderten Quakfrequenz zur Artentrennung

Zwei eng verwandte Laubfrosch-Arten, die in den Savannen Boliviens und Brasiliens leben entwickeln unterschiedliche Frequenzen bei ihren Rufen, wenn sie gemeinsam in der gleichen Region leben. Diese sogenannte Merkmalsverschiebung ist ein evolutionsbiologisches Phänomen, das dazu dient konkurrierenden Arten bei der Fortpflanzung auszuweichen. Die beiden Laubfrösche Scinax madeirae und Scinax fuscomarginatus …

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