Neue Behandlungsstrategien für stressbedingte Depressionen

Das FK506-bindende Protein 51 (FKBP51) ist ein Risikofaktor für psychische Erkrankungen, wie etwa Depressionen, die durch Stress ausgelöst werden. FKBP51 und sein Gegenspieler FKBP52 haben beide eine sehr ähnliche Struktur. Deshalb ist es schwierig Medikamente zu entwickeln, die nur FKBP51, nicht aber seinen Gegenspieler erkennen. Wissenschaftler haben jetzt den ersten …

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Schwellenwert bestimmt Grad der Hirnfaltung bei Säugetieren

Der Neocortex ist der Teil des Gehirns, der uns Menschen das Sprechen und Denken ermöglicht. Seine Ausbildung im Laufe der Evolution ist bisher noch nicht eingehend erforscht. Wissenschaftler haben nun eine wichtige Entdeckung gemacht: Sie konnten einen bestimmten Wert der Hirnfaltung identifizieren, der Säugetiere in zwei Gruppen einteilt. Überschreitet eine …

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Dopamin verfälscht die Ergebnisse von Hirnscans

Um herauszufinden, welche Bereiche des Gehirns bei bestimmten Aufgaben aktiv werden, nutzen Forscher die funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT). Mit dieser Methode kann man die Veränderungen des Sauerstoffgehalts im Blut der untersuchten Gehirnregionen bestimmen. Indirekt soll dieses Verfahren Aufschluss darüber geben, welche Zellen gerade besonders aktiv sind. Forscher haben nun herausgefunden, dass …

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Möglicher Wirkmechanismus von Ketamin gegen Depressionen entdeckt

Die heute gängigen Antidepressiva wirken bei einem Drittel aller Patienten nicht. Das Medikament Ketamin besitzt einen besonderen Wirkmechanismus durch den es auch die Symptome therapieresistenter Patienten bereits innerhalb weniger Stunden lindern kann. Um Medikamente entwickeln zu können, die genauso schnell ansprechen wie Ketamin, aber deutlich weniger Nebenwirkungen haben, ist ein …

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Was den Tastsinn mit unseren Temperaturempfindungen verbindet

Wie nehmen unsere Rezeptoren auf der Haut wahr, ob etwas, das wir berühren warm oder kalt ist? Und wie verarbeitet unser Gehirn diese Sinneswahrnehmungen zu einer Temperaturempfindung? Wissenschaftler sind jetzt der Antwort auf diese Fragen näher gekommen: Sie konnten zeigen, dass haptische Reize und Temperaturunterschiede in der gleichen Gehirnregion verarbeitet werden.

Wie gewährleistet wird, dass die Nervenzellen allzeit zum Feuern bereit sind

Während Nervenzellen Informationen in ihrem Inneren schnell als elektrische Signale weiterleiten, kommunizieren sie untereinander an speziellen Kontaktstellen, den Synapsen. Dort werden chemische Botenstoffe, die Neurotransmitter, in sogenannten Vesikeln gespeichert. Wird eine Synapse aktiv, verschmelzen einige dieser Vesikel mit der Zellmembran und schütten ihren Inhalt aus. Damit bei diesem Prozess keine …

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Wie Nervenzellen ihren Bestimmungsort finden

Während der Entwicklung des Gehirns müssen die Vorläufer von Nervenzellen manchmal weite Strecken von ihrem Entstehungs- bis zu ihrem Ursprungsort zurücklegen. Proteine, wie die FLRTs (gesprochen: Flirts), dienen dabei als Leitmoleküle. Forscher haben nun herausgefunden, dass FLRT-Proteine auf der Oberfläche der Vorläuferzellen je nach Bindungspartner abstoßende und anziehend Signale auslösen …

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Gehirnjogging am Computer hält nicht, was es verspricht

Die Behauptung, ältere Menschen könnten mit kommerziellen Computerspielen ihre allgemeine geistige Leistungsfähigkeit steigern und der Demenz vorbeugen, ist wissenschaftlich nicht belegt, sagen Wissenschaftler aus Berlin und Stanford. Gemeinsam mit 70 weltweit führenden Kognitionspsychologen und Neurowissenschaftlern haben sie eine Erklärung veröffentlicht.

Wie wachsende Nervenzellfortsätze an ihr Ziel geleitet werden

Damit wir uns bewegen können, müssen sich unsere Nervenzellen mit unseren Muskelzellen oder anderen Nervenzellen verbinden. Auf ihrem Weg zum Ziel werden die auswachsenden Nervenfortsätze von einer Art „Verbotsschildern“ auf den Oberflächen anderer Zellen geleitet. Untersuchungen an Zellkulturen legten nahe, dass Protein-schneidende Enzyme, Proteasen genannt, diese Schilder sofort entfernen, sobald …

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Koordinierte Wahrnehmung dank Taktgeber

In unserem Gehirn müssen ganze Netzwerke von Nervenzellen koordiniert die selbe Aufgabe bearbeiten. Um sich aufeinander einzustellen synchronisieren sie ihre Aktivität. Alle beteiligten Nervenzellen feuern deshalb mit der gleichen Frequenz. Wissenschaftler konnten nun Nervenzellen identifizieren, die als Taktgeber verschiedener Rhythmen dienen: Dabei gibt jeder dieser Zelltypen ein für ihn charakteristisches …

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Wie Stress unseren Tagesrhythmus durcheinander bringen könnte

Das Leben aller Organismen wird von zwei entgegengesetzten Polen bestimmt: dem sich gleichförmig wiederholenden Tag-Nacht-Rhythmus und der Unterbrechung dieser Gleichförmigkeit durch plötzlich auftretende Ereignisse. Um diese unterschiedlichen Anforderungen gleichermaßen meistern zu können haben Lebewesen erfolgreiche Strategien entwickelt, die überraschende Gemeinsamkeiten aufweisen.

Wie Nervenzellen in unserem Gehirn über große Entfernungen miteinander kommunizieren könnten

Seit Jahrzehnten rätselt die Wissenschaft, wie Nervenzellen im Gehirn über weite Distanzen hinweg miteinander kommunizieren können. Denn sowohl mit den bisher bekannten Reaktionen einzelner Zellen auf Impulse, als auch der Verschaltung der Netzwerke von Nervenzellen lässt sich eine solche Kommunikation nicht erklären. Wissenschaftler haben nun ein Modell erarbeitet das die …

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Wie Alzheimer-Proteine die Energieversorgung im Gehirn blockieren

Seit einigen Jahren weiss man, dass bei Alzheimer die Energieversorgung der Nervenzellen im Gehirn nicht richtig funktioniert. Das könnte der Grund für ein vorzeitiges Absterben der Nervenzellen bei Alzheimer sein. Die genaue Ursache für dieses Nervensterben ist bisher kaum verstanden. Deshalb haben sich auch viele Therapieversuche als Sackgasse erwiesen. Ein …

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Ein gutes Kurzzeitgedächtnis hängt von der synchronen Schwingung beteiligter Hirnregionen ab

Manch ein Schüler oder Student baut auf sein Kurzzeitgedächtnis, wenn er am Tag vor seiner Prüfung große Mengen Unterrichtsstoff einpaukt. Obwohl das so Gelernte nur kurz vorhält, besteht das Kurzzeitgedächtnis aus einem komplexen Netzwerk von Nervenzellen, das verschiedene Gehirnregionen umfasst. Um Informationen speichern zu können müssen diese Gebiete eng zusammenarbeiten. …

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Wie Blutdrucksenker gegen Parkinson wirken könnten

Fast 200 Jahre ist es her, dass der Londoner Arzt und Apotheker James Parkinson (1755-1824) in seiner Abhandlung über die Schüttellähmung (1817) die wichtigsten Symptome der nach ihm benannten Nervenkrankheit beschrieb: Muskelzittern, Steifheit und Bewegungsstörungen. Die molekularen Mechanismen der Krankheitsentstehung sind aber nach wie vor unbekannt. Bisher weiß man, dass …

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Mögliche Therapie für unheilbare Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung

Forscher entdecken neuen Behandlungsansatz für diese erbliche neurologische Erkrankung. Die Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung 1A ist die am häufigsten auftretende erblich bedingte Krankheit im peripheren Nervensystem. Wissenschaftler der Abteilung Neurogenetik vom Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin sowie der Universitätsmedizin Göttingen haben herausgefunden, dass bei erkrankten Ratten die Reifung von Schwann-Zellen beeinträchtigt ist. Diese Zellen …

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MRT-Untersuchung zeigt: Autoantikörper schädigen auch Mikrogefäße im Gehirn

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass bestimmte Antikörper des Immunsystems große Blutgefäße im Gehirn schädigen. Jetzt haben Wissenschaftler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch an Nagern, die sie in einem 9,4 Tesla Magnetresonanz-Tomographen (MRT) untersucht haben, weiter gezeigt, dass diese Antikörper auch die kleinen Blutgefäße in weiten Teilen des …

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Medikament mit zwei Gesichtern

Der Wirkstoff Carbamazepin verhindert epileptische Anfälle – allerdings nicht bei allen Patienten Der Wirkstoff Carbamazepin ist für viele Epilepsie-Kranke ein wahrer Segen, da er die Entstehung der Krampfanfälle unterbindet. Doch bei manchen Patienten bewirkt er genau das Gegenteil. Eine mögliche Erklärung dafür liefern nun Wissenschaftler der Universität Bonn und des …

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Visuelle Reize während des Rennens heilen blinde Mäuse

Mäuse, deren eines Auge wegen eines Reizmangels in früher Jugend erblindet ist können ihr Sehvermögen durch Rennen, bei dem sie visuellen Reizen ausgesetzt sind, zurück gewinnen. Demnach ist das erwachsene Gehirn wesentlich besser in der Lage neue Verknüpfungen herzustellen und sich zu regenerieren, als man bisher angenommen hat. Diese neuen …

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